Stabile Widersprüchlichkeit

Er wolle mehr für sein Kind da sein, gleichzeitig verkündete er Engagements als Entwickler, Chefentwickler, Mitentwickler, Berater und Werbeträger für Funktionswäsche und Radzeug. Er werde beim “Team Volksbank” in Österreich einsteigen und kann sich zu allem auch noch eine Karriere als Radsportexperte in den Medien vorstellen. Die Doping-Sache will er nun zu Ende bringen und endlich aufklären lassen. Ullrich erklärte zu kooperieren, klagt aber gleichzeitig gegen das Vorgehen der Ermittler. Der frühere Tour-Sieger hat sich mit seiner heutigen “Pressekonferenz” endgültig selbst zerstört. Das schlimmste dabei: Der Mann scheint das nicht mal mehr zu realisieren. Ullrichs “Berater” offensichtlich auch nicht. Die frühere deutsche Radpräsidentin Schenk beschrieb den Ullrich-Auftritt äußerst treffend: “Erst peinlich, dann nur noch traurig!”

Lösung auf dem Tisch!

Eines unserer größten Probleme ist gelöst. Heiland Wolfram Auer präsentiert in der aktuellen (nu) eine echte Alternative: Die Seilbahn vom Hbf zur Uni – kostengünstig, umweltfreundlich, schnell und innovativ! Demnächst soll es Gespräche mit der Stadt geben. Laut Auer könnten die Studierenden bereits ab 2010 über das frühere Landesgartenschaugelände in den Hörsaal schweben.

Uni-Seilbahn

Wo holen seliger denn nehmen ist

Der folgende Dialog zwischen einem Krankenpfleger und einem Patienten trug sich in einem Trierer Krankenhaus zu: “Ich habe Ihnen hier Ihre Tabletten hingelegt, nehmen Sie die zur nächsten Mahlzeit ein!”, sagte der Krankenpfleger. “Is gut, ich hol se dann gleich!”, erwiderte der Patient. Der Krankenpfleger stutzte und erklärte, dass der Patient die Tabletten nicht zu holen brauche; denn er habe sie ihm schließlich schon mitgebracht. “Bitte nehmen Sie sie zur nächsten Mahlzeit ein!”, wiederholte der Krankenpfleger. “Ja, ja, is gut, ich hol se gleich!”, wiederholte seinerseits der Patient. Nachdem der Krankenpfleger noch ein weiteres Mal darauf hingewiesen hatte, dass sich die Tabletten bereits im Zimmer befänden, und der Patient ein weiteres Mal versichert hatte, dass er sie ganz gewiss gleich holen würde, gab der Krankenpfleger auf und verließ kopfschüttelnd den Raum. Er stammte aus dem Münsterland und hatte keine Ahnung von der semantischen Macht des Wortes “holen” im Lande der Trierer. mehr…

Kleiner Judas

Einen Beitrag über die ätzende Ruscher-Demütigung hatte ich bereits geschrieben. Programmchef Herzog kann allerdings noch weitaus mehr! Mit Kollegin Mentzendorff meldete er sich zurück und präsentierte den ersten »Ruscher-Fanklub«!

Mentzendorff sei ein »kleiner Judas«. Den Ruscher habe man »ein bisschen auf die Schippe genommen« – harmloser könnte man es nicht beschreiben! Mentzendorff wies das von sich: »Es war nicht meine Idee. Mir wurden die Worte in den Mund gelegt.« Unser bestes offizielles Radio und Fernsehen scheint schlimmer als der schlimmste Kindergarten. Fragt sich nur, wann denn endlich das Ende der Fahnenstange erreicht ist?

Man kann sich auch diesen Film auf youtube.com ansehen.

Ruscher

Deutschland sucht den nächsten (den vierten) Superstar. Hauptdarsteller der ersten Folge (4,33 Mio. Zuschauer) war ein gewisser Herr Ruscher – aus Trier. Er lieferte eine zweifellos unterirdische Vorstellung, scheiterte erwartungsgemäß kläglich und wurde letztlich zum absoluten Ultravollidioten hochstilisiert. Daran konnte selbst die Daumen drückende Mudda nichts ändern. Nicht nur wegen des Umgangs mit Ruscher hagelte es den Machern anschließend böse Kritik. »Beleidigungen und Bloßstellungen der Kandidaten sowie unterstes Sprachniveau kennzeichnen die Kommentare […]«, stellte die Medienschutzkommission der Landesmedienanstalten fest.

Beim selbsternannten »offiziellen Radio und Fernsehen für Eifel, Mosel und Hunsrück« ging es danach aber erst richtig los. Programmchef Herzog höchstpersönlich nahm sich des Falls an und ließ Möchtegernmoderator Ruscher – ohnehin schon Lachnummer der Nation – erneut vor der Kamera auflaufen. Die Unterhaltung begann zynisch: »Heute hatten wir einen ganz hochkarätigen Gast in der […] Morning Show, den Star von Morgen, Andreas Ruscher!« Im Folgenden kam es weder komisch noch originell. Herzog verwickelte Ruscher in eine sinnlose Unterhaltung. Kollegin Mentzendorf war dabei für die besonders ätzenden Bemerkungen im Hintergrund zuständig – beim Herzogsender hat man’s wohl nötig. Den vollständigen Filmausschnitt (Views: 12,422) gibt es seit ein paar Tagen auf youtube.com (User: baerbelchen67). Bisher sind mehr als 50 (!) eindeutige Kommentare der Internetcommunity eingegangen.